Erfahren Sie, warum der Silbergehalt in alten Platten zwischen 2700 und 5000 PPM variiert. Die Strategie von Stokkermill, mit homogenen Chargen einen Preis von über 2000 € pro Tonne zu erzielen.

Rückgewinnung von Silber und Silizium aus Photovoltaikanlagen: Die Lösung von Stokkermill

Erfahren Sie, warum der Silbergehalt in alten Platten zwischen 2700 und 5000 PPM variiert. Die Strategie von Stokkermill, mit homogenen Chargen einen Preis von über 2000 € pro Tonne zu erzielen.

Wie man Silber und Silizium aus dem Recycling von Solarmodulen zurückgewinnt (und mit Stokkermill die Gewinne maximiert)

Auf dem globalen Markt für das Recycling von Solarmodulen besteht die eigentliche wirtschaftliche Herausforderung nicht nur in der Rückgewinnung von Glas oder Aluminium. Die höchsten und strategisch wichtigsten Gewinnmargen verbergen sich in den Feinfraktionen, die während des Aufbereitungsprozesses entstehen – insbesondere in den Siliziumpulvern und den darin enthaltenen Edelmetallen.

Fachleute im Bereich der Elektroaltgeräte-Entsorgung wissen, dass die Erschließung des wirtschaftlichen Potenzials dieser Materialien fortschrittliche technologische Lösungen erfordert. Jüngste Laboranalysen der F&E-Abteilung von Stokkermill an Siliziumproben aus unseren Anlagen haben eine zentrale Erkenntnis geliefert: Der zurückgewonnene Silberanteil (Ag) kann erheblich variieren.

Hier erfahren Sie, warum das so ist – und wie sich diese Variabilität in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln lässt.

Photovoltaik-Silizium-Analyse: Warum die Silberausbeute zwischen 2.700 und 5.000 PPM liegt

Labortests haben bestätigt, dass die Silberkonzentration in Siliziumpulvern von etwa 2.700 bis über 5.000 Parts per Million (PPM) reicht. Diese große Bandbreite ist direkt auf die Entwicklungsgeschichte der Solartechnologie zurückzuführen.

Die heute in Recyclinganlagen eintreffenden Module wurden vor mindestens zwanzig Jahren konzipiert – zu einer Zeit, als es noch keine weltweit einheitlichen Standards für Produktionsprozesse gab. Zudem lag der Silberpreis deutlich unter dem heutigen Niveau, sodass Hersteller das Metall je nach Strategie und Kostenstruktur in unterschiedlichen Mengen einsetzten.

Diese Heterogenität führt heute zu einem Materialstrom, der zwischen Chargen mit hohem Anteil leitfähiger Metalle (über 5.000 PPM) und Modulen mit deutlich geringerer Ausbeute schwankt.

Strategie zur Wertsteigerung: Verarbeitung in homogenen Chargen

Alle eingehenden Solarmodule unterschiedslos zu behandeln und in einem einzigen Produktionsstrom zu vermischen, ist ein strategischer Fehler. Werden Module mit hoher Silberausbeute mit solchen niedriger Konzentration kombiniert, verdünnt sich der Edelmetallanteil im resultierenden Siliziumpulver – und damit sinkt zwangsläufig der Wiederverkaufswert für Raffinerien.

Die technische und kommerzielle Lösung basiert auf einer konsequenten Verarbeitung homogener Chargen. Werden ältere Module vor dem Zerkleinern nach Produktionsjahr oder Bauart gruppiert, lassen sich die Ergebnisse präzise prognostizieren. Betreiber können gezielt Siliziumchargen mit definierten Silberkonzentrationen erzeugen und besonders ertragreiche Lots separat vermarkten.

Preisentwicklung für recyceltes Silizium: Über 2.000 € pro Tonne

Durch den Einsatz fortschrittlicher Separationstechnologien in Kombination mit einer intelligenten Betriebsführung werden hervorragende wirtschaftliche Ergebnisse erzielt. Die Raffinationsmodule konzentrieren Siliziumpulver präzise, erhalten den Silberanteil und steigern die besten Chargen auf Werte nahe 5.000 PPM.

Der internationale Metallmarkt honoriert diese Qualität. Mehrere angereicherte Siliziumchargen aus entsprechenden Anlagen überschreiten derzeit konstant die wirtschaftlich relevante Schwelle von 2.000 € pro Tonne.

Rückgewinnung von EVA und Kupfer aus dem Recycling von Solar- und Photovoltaikmodulen

Die Rentabilität im Solarmodul-Recycling endet nicht beim Silizium. Ein weiterer strategischer Wertstoff ist das Kunststoffgranulat (hauptsächlich EVA), dessen Marktwert deutlich steigt, wenn es zusammen mit den Kupferfraktionen aus den leitfähigen Bändern zurückgewonnen und angereichert wird.

Die Extraktion dieser Verbundfraktion ohne Kupferverluste ist technologisch anspruchsvoll. Hier kommt langjährige internationale Erfahrung in der Entwicklung von Kupferkabel-Recyclinganlagen zum Einsatz. Durch die Übertragung dieses technologischen Know-hows auf Photovoltaik-Linien wird sichergestellt, dass sowohl Kupfer als auch EVA mit maximaler Effizienz zurückgewonnen werden – und damit eine zusätzliche, hochprofitable Einnahmequelle erschlossen wird.

02/03/2026